Brand 03.07.17 - Kfv Hof

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Brand 03.07.17

Bericht: Andreas Hentschel,   Bilder: Sascha Ploss, Andreas Hentschel



Schweres Busunglück auf der A9 – 18 Tote

A9 / MÜNCHERG, LKR. HOF. Am 03.07. kurz nach 07.00 Uhr wurde die Feuerwehr Münchberg zu einem brennenden Reisebus auf die A9 gerufen. Den Einsatzkräften bot sich ein verheerendes Bild. Ein Reisebus und der Anhänger eines Lastzuges standen im Vollbrand. Nach dem Eintreffen der ersten wasserführenden Fahrzeuge wurde sofort mit den Löscharbeiten begonnen. Zur Unterstützung wurden die Feuerwehren aus Gefrees und Helmbrechts alarmiert. Auch die Feuerwehr Fleisnitz und die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung waren an der Einsatzstelle. Bereits nach 15 – 20 Minuten war der Brand gelöscht. Von Seiten der Feuerwehren waren anfangs um die 100 Einsatzkräfte auf der Autobahn.

30 Businsassen schafften es, den Bus zu verlasen. Sie wurden zum Teil schwer verletzt und vom Rettungsdienst versorgt. Der Rettungsdienst war mit ca. 75 Einsatzkräften vor Ort.
5 Rettungshubschrauber brachten die Schwerverletzten in Spezialkliniken. 18 Reisende konnten den brennenden Bus leider nicht mehr rechtzeitig verlassen und kamen in den Flammen ums Leben. Sie wurden von Kräften der Polizei und der Feuerwehr Münchberg aus dem ausgebrannten Bus geborgen.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen. Die Autobahn A9 war über viele Stunden in beide Fahrtrichtungen total gesperrt.

Der tragische Einsatz sorgte für ein großes Presseinteresse. Neben fast allen einschlägig bekannten deutschen Fernseh- und Rundfunksendern sowie Vertretern der schreibenden Presse waren auch etliche ausländische Fernsehteams an der Einsatzstelle.

Etliche Politiker kamen an den Unfallort. Alle zeigten sich von dem Geschehen tief bestürzt und drückten den Einsatzkräften ihren Dank und ihre Hochachtung für den ehrenamtlichen Dienst aus. Vor Ort waren die Bürgermeister Karl-Philipp Ehrler (Stammbach) und Christian Zuber (Münchberg), Landrat Dr. Oliver Bär, der Bayerische Staatsminister des Innern Joachim Hermann, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium Dorothee Bär, die sächsische Gesundheitsministerin Barbara Klepsch und der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer.

Nach Beendigung des Einsatzes wurden die Einsatzkräfte vom SBE-Team betreut.


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MDR extra: Trauer um die Opfer des Busunglücks

Nach dem verheerenden Busunfall auf der A9 luden die evangelischen und katholischen Kirchen unter Mitwirkung des Freistaates Sachsen am  Samstag 08.07.2017 zu einer ökumenischen Andacht ein.

Der Gottesdienst in der Unterkirche der Dresdner Frauenkirche richtet sich an die Opfer und die Angehörigen und begann um 14.30 Uhr.

Der MDR übertrug die Andacht im Rahmen einer Extra-Sendung aus Dresden live. Zudem wurd auch noch einmal thematisiert, wie es zu einem der bisher schwersten Busunglücke in Deutschland kommen konnte. 18 Menschen starben in dem Flammeninferno, 30 wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Die meisten Reisenden kamen aus Sachsen.




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