Brand 10.04.14 - Kfv Hof

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Brand 10.04.14

Bericht und Bilder: Sascha Ploss



Brand bei Fa. Macher in Brunnenthal


Am Donnerstag kurz vor elf Uhr wurden die Feuerwehren zu einem Großbrand nach Brunnenthal bei der Papierfabrik Macher alarmiert. Im dortigen Außenbereich der Werkshallen wurden mehrere tausend Tonnen Altpapier in Form von gepressten Ballen gelagert, die in Brand geraten waren.

Sofort wurde damit begonnen die noch unversehrten Ballen so schnell wie möglich mit drei Staplern außer Reichweite zu bringen. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse musste ein angrenzender Parkplatz geräumt werden um als Ablagefläche für die abtransportierten Ballen dienen zu können. Zusätzlich wurden weitere Ballen entlang der östlichen Zufahrt bis hinauf ins Wohngebiet abgestellt.

Gleichzeitig wurde mit massivem Wassereinsatz versucht, die Ausbreitung in dem heiklen Brandgut zu stoppen. Löschwasser stand glücklicherweise in ausreichender Menge zur Verfügung. Acht Pumpen konnten an dem großen Stausee des Werksgeländes ansaugen. Auf der anderen Seite mussten drei Leitungen zu einem Bach gelegt werden. Da über diesen auch das Löschwasser ablief, verstopften die Pumpen jedoch häufig durch mitgespülte Papierfetzen. Daher wurden die drei Leitungen später noch bis zur angrenzenden Saale verlängert und von dort das Wasser entnommen.

Die Brandbekämpfung erfolgte mittels zweier Drehleitern, zweier Großtanklöschfahrzeuge, mehrerer Wasserwerfer und zahlreicher Trupps, teilweise unter schwerem Atemschutz. Einen Löscherfolg zu erzielen, gestaltete sich dennoch schwierig. Die Papierballen waren so stark gepresst, dass das aufgebrachte Löschwasser nicht ins Innere zur Glut gelangen konnte. Vom Einsatz eines Sonderlöschmittels, welches die Oberflächenspannung des Wassers herabsetzt, erhoffte man sich Besserung. Dazu wurden die Bestände aus den Feuerwehren im Landkreis eingesammelt und an die Einsatzstelle gebracht. Der gewünschte Erfolg stellte sich jedoch leider nicht ein. Stattdessen blieb den Einsatzkräften nichts anderes übrig, als die Ballen in mühsamer Kleinarbeit einzeln mit Baggern und Radladern zu öffnen. Durch den hohen Platzbedarf konnte mit dieser Maßnahme jedoch erst am Abend begonnen werden, als der größte Teil der unversehrten Ballen aus dem Weg geräumt war.

Die ganze Nacht hindurch bis zum Vormittag dauerte es, bis alle Ballen geöffnet und abgelöscht waren. Anschließend wurde der Papierberg durch die Radlader vorsichtshalber unter Bewässerung durch die Wasserwerfer noch einmal umgeschlichtet, um sicher zu gehen, dass alle Glutnester gelöscht sind. Gegen 19:30 Uhr am Freitag Abend war nach über 30 Stunden schließlich Einsatzende.

Die Einsatzkräfte arbeiteten in Schichten und wurden regelmäßig durch frisches Personal abgelöst. In der Summe über den gesamten Zeitraum waren insgesamt rund 400 Helfer von Feuerwehr, BRK, THW und Polizei im Einsatz.



Eingesetzte Feuerwehren:

WF Macher, Brunnenthal, Bad Steben,Berg, Bruck, Dörnthal - Sellanger, Enchenreuth, Feilitzsch, Helmbrechts, Hof, Isar, Joditz, Köditz, Konradsreuth, Lamitz, Lipperts, Münchberg, Münchenreuth, Naila, Oberkotzau, Rehau, Rothenbürg - Hüttung, Schauenstein, Schlegel, Schnarchenreuth, Schwarzenbach/Saale, Selbitz , Sparneck, Stammbach, Tauperlitz ,Tiefengrün, Töpen, Trogen, Wüstenselbitz, Zedtwitz, Zell


Quelle: Polizeipräsidium Oberfranken

6.000 Tonnen Altpapier in Flammen

KÖDITZ, LKR. HOF. Seit mehreren Stunden kämpft die Feuerwehr gegen ein Feuer im Köditzer Ortsteil Brunnenthal. Auf dem Außengelände einer Papierfabrik geriet aus bislang nicht geklärter Ursache dort gelagertes Altpapier in Brand. Der Sachschaden dürfte weit über 500.000 Euro liegen. Die Kriminalpolizei Hof hat die Ermittlungen aufgenommen.

Kurz nach 11 Uhr ging über die Integrierte Leitstelle Hochfranken die Meldung über das Feuer auf dem Firmengelände in Brunnenthal ein. Mehrere hundert Einsatzkräfte der Wehren aus dem Landkreis und der Stadt Hof bekämpfen das Feuer. Probleme bereitete zunächst die starke Rauchentwicklung, die neben der nahegelegenen Autobahn A72 vor allem die Ortschaft Brunnenthal tangierte. Über die Rundfunkanstalten und auch über Lautsprecherdurchsagen hat man die Anwohner zum Schließen von Türen und Fenstern aufgefordert um die Geruchsbelästigung und Gesundheitsgefahren durch das Einatmen von Rauch einzudämmen. Auf der Autobahn kam es glücklicherweise zu keinen nennenswerten Zwischenfällen.

Großmengen an Altpapier vernichtet

Nach derzeitigem Ermittlungsstand dürften etwa 6.000 Tonnen gelagertes Altpapier verbrannt sein. Das in Ballen gepresste Papier war auf dem Außengelände der Firma gelagert und aus bislang nicht geklärter Ursache in Brand geraten. Die Löscharbeiten werden noch mehrere Stunden in Anspruch nehmen, da sich die gepressten Altpapierballen immer wieder entfachen. Kurzzeitig griff das Feuer auf ein unmittelbar angrenzendes Waldgebiet über. Die Einsatzkräfte konnten hier aber schnell Entwarnung geben und konnten die Gefahr eindämmen. Firmengebäude sind nach bisherigen Kenntnisstand nicht betroffen.

Feuerwehreinsatzkräfte verletzt

Durch die gerade in der Anfangsphase starke Rauchentwicklung erlitten vier Feuerwehreinsatzkräfte eine leichte Rauchgasintoxikation. Sie konnten aber vor Ort von Rettungskräften behandelt werden und mussten nicht ins Krankenhaus. Neben den vielen Feuerwehren beteiligte sich auch das Technische Hilfswerk Naila an den notwendigen Arbeiten am Brandort.

Die Brandfahnder der Kriminalpolizei Hof haben vor Ort die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Löscharbeiten an der Einsatzstelle sind derzeit (14 Uhr) noch voll im Gange und werden wohl bis in den Abend andauern.




Video: News5
 
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