UGÖEL - Kreiseinsatzzentrale - Kfv Hof

Kreisfeuerwehrverband Hof e.V.
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UGÖEL - Kreiseinsatzzentrale

ÜBER UNS
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Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung Hof- Land



Zur Unterstützung des Örtlichen Einsatzleiters bei Großschadenslagen und Katastrophenfällen sieht das Bayerische Katastrophenschutzgesetz die "Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UGÖEL)", für die Kommunikation zwischen der Örtlichen Einsatzleitung und der Kreisverwaltungsbehörde die "Kommunikationsgruppe der Führungsgruppe Katastrophenschutz (KomFü)" vor. Beide Einheiten sind im Landkreis Hof zusammen gefasst und unter der Trägerschaft der Freiwilligen Feuerwehr aufgestellt.

Geleitet wird die UGÖEL von den Kreisbrandmeistern Marco Kolbinger (Berg) und Tobias Wunner  (Helmbrechts). Sie besteht zur Zeit aus 25 Personen.

Wesentliche Aufgaben der UGÖEL sind:

  • Einrichten der Örtlichen Einsatzleitung sowie Herstellen aller Kommunikationsverbindungen
  • Unterstützung des Örtlichen Einsatzleiters hinsichtlich Erkundung der Lage, Planung des Einsatzes, Koordination und Überwachung aller an der Einsatzstelle eingesetzten Kräfte
  • Führen der Lagekarte, des Einsatztagebuches sowie sonstiger Übersichten

Um den Aufgaben gerecht zu werden, verfügt die UGÖEL über zwei mobile Einsatzleitstellen. Ein Einsatzleitwagen ELW 1 ist bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Steben, ein Einsatzleitwagen ELW 2 bei der Freiwilligen Feuerwehr Helmbrechts stationiert.

Als Kommunikationsverbindungen stehen in beiden Fahrzeugen jeweils zwei BOS- Fahrzeugsprechfunkanlagen im 4m- Band und je eine Fahrzeugsprechfunkanlage im 2m- Band und Digitalsprechfungkgeräte  zur Verfügung.
Der Kommunikationskoffer Typ Bayern (Notebook mit Drucker, Fax, Scanner und Kopiergerät), ein Notebook mit entsprechender Software für Gefahrguteinsätze und dem Katastrophenschutzplan des Landkreises sowie Mobiltelefone im D1- und D2- Netz komplettieren die technische Ausstattung. Eine Wetterstation liefert ständig die neuesten Wettermeldungen. Mit einer DSL over SAT- Anlage ist man in der Lage neben Telefonie auch jederzeit Zugang zum Internet herzustellen.
Als weitere Arbeitsgrundlagen sind zwei Stromerzeuger sowie alle notwendige bürotechnische Ausstattung für die Einrichtung einer Örtliche Einsatzleitung in den Fahrzeugen verlastet.

Die Mitglieder der UG-ÖEL sind mit Funkmeldeempfängern ausgestattet und werden bei den Einsatzstichworten Brand 4 bis Brand 9, Brand Wald, Brand Zug, Brand Tunnel, Brand Elektro, Brand Atom, Brand Bio, Brand Chemie, Brand Explosion, THL Atom, THL Bio, THL Chemie, VU 3, VU Zug, VU Flug 1, VU Flug 2, Gebäudeeinsturz, Gasaustritt, Öl Wasser, Bombendrohung, Bombenfund und Vermißtensuche alarmiert.



Unterstützungsgruppe
Örtliche Einsatzleitung Hof- Land
Leiter UGÖEL    
Stv. Leiter UGÖEL
S1/S4
Marco Wagenlechner
Thomas Münzer
S2/S3
KEZ
Pressesprecher
Sascha Ploss
S6 Kommunikation
Sprechfunker
KomFü
Leiter KomFü  
Stv. Leiter KomFü  
Sprechfunker/Melder
Einsatzleitwagen ELW 1 der UG - ÖEL Hof- Land >>>  Funkrufname Kater Hof Land 12/1



Neuer Einsatzleitwagen für die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung


Die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) ist eine landkreisweit tätige Sondereinheit, die bei größeren Schadenslagen mit erhöhtem Organisations- und Koordinationsbedarf den örtlichen Einsatzleiter unterstützt. Bei ihr laufen alle Kommunikationsfäden zusammen, sowohl telefonisch als auch über Funk zwischen Einsatzleiter, den Abschnittsleitern, der Integrierten Leitstelle und dem Landratsamt. Aufgrund ihres hohen Spezialisierungsgrades gibt es nur eine solche Unterstützungsgruppe im Landkreis. Sie wird vom Landratsamt unterhalten und wird im gesamten Landkreis bei Großschadenslagen eingesetzt. Ihr stehen zwei Einsatzleitfahrzeuge zur Verfügung, von denen eines bei der Feuerwehr Helmbrechts und das zweite bislang bei der Feuerwehr Geroldsgrün stationiert war. Das Personal kommt jedoch nicht nur von diesen Wehren sondern rekrutiert sich ebenfalls aus dem gesamten Landkreis.

Die Einführung des Digitalfunks stellte für die Unterstützungsgruppe eine besondere Herausforderung dar. Da die Kommunikation eine ihrer Hauptaufgaben ist, sind die Fahrzeuge bis unters Dach mit Funktechnik ausgerüstet, die für den Digitalfunk praktisch komplett hätte ersetzt werden müssen. Es wurden Angebote eingeholt und alleine die Umrüstung des kleineren der beiden Fahrzeuge hätte mit rund 52.000 Euro zu Buche geschlagen. Da die beiden Fahrzeuge jedoch nicht mehr die jüngsten waren, wäre die Investition solch stolzer Summen kaum noch wirtschaftlich gewesen. Zumal die Staatsregierung in der Zwischenzeit ein Sonderförderprogramm aufgesetzt hatte, mit dem für Unterstützungsgruppen die Beschaffung von zwei Einsatzleitfahrzeugen mit jeweils 91.000 Euro gefördert würden. Daher wurde auch die Variante Neubeschaffung einmal durchgerechnet. Die Kosten für ein Neufahrzeug lagen bei rund 160.000 Euro. Abzüglich der Fördersumme noch 69.000 Euro. Berücksichtigt man die 52.000 Euro, di
e man zum Weiterbetrieb noch in das alte Fahrzeug hätte investieren müssen, blieb als Differenzbetrag gerade einmal 17.000 Euro übrig. Das Neufahrzeug stellte sich daher recht deutlich als die wirtschaftlichere Option dar. Das sah auch der Kreistag so und gab schließlich grünes Licht.

Am 10. November konnte schließlich das erste der beiden Fahrzeuge offiziell übergeben werden. Es ersetzt das kleinere Fahrzeug, das bisher in Geroldsgrün stationiert war. Aufgrund gestiegener Abmessungen passt das neue Fahrzeug jedoch nicht mehr in das dortige Gerätehaus und es musste ein neuer Stellplatz gesucht werden. Fündig wurde man schließlich bei der Feuerwehr Bad Steben, die sich dazu gerne bereit erklärt hat.

Beim Fahrgestell handelt es sich um einen Mercedes-Benz Sprinter 516 CDI mit 163 PS. Den feuerwehrtechnischen Aus- und Umbau fertigte die Firma Compoint in Forchheim. Der Zuschlag für die Funktechnik ging an die Firma Selectric.
Im Innenraum finden sich zwei Arbeitsplätze mit umfangreicher Kommunikations- und EDV-Technik. Ein Tisch mit weiteren Sitzplätzen kann variabel verwendet werden. Im abgetrennten Heckbereich ist neben einem tragbaren Stromerzeuger diverses Material für den Betrieb einer Einsatzleitung verlastet.



Einsatzleitwagen ELW 2 der UG - ÖEL Hof- Land >>> Funkrufname Kater Hof Land 13/1



Baujahr 1999

  • ausgestattet ist das Fahrzeug mit:
  • 2 festeingebauten 4mFunkgeräten
  • 1 festeingebauten 2m Funkgerät
  • 2 Mobiltelefonen im GSM-Netz
  • 2 tragbaren 4m Funkgeräten
  • 4 tragbaren 2m Funkgeräten
  • pneumatischer Funkmast (6 Meter)
  • Notstromaggregat mit 7,8 KVA
  • Computer
  • SAT - Anlage
  • Power Moon Beleuchtungsanlage

Mercedes Benz Sprinter, Baujahr 1999

Als Kommunikationsausstattung stehen zwei fest eingebaute BOS-Fahrzeugsprechfunkanlagen im 4m-Wellenbereich und eine fest eingebaute  BOS-Funkanlage im 2m-Wellenbereich zur Verfügung.

Weiterhin sind 2 tragbare Handsprechfunkgeräte im 4m-Wellenbereich und  4 tragbare Handsprechfunkgeräte im 2m-Wellenbereich im Fahrzeug. Im Fahrzeug befinden sich außerdem noch 2 Mobiltelefone und eine Telefonanlage für internen und externen Betrieb. Ein Laptop mit verschiedenen Programmen z.B. Gefahrgutprogramme, Giftlisten, TUIS, BASIS, TOP 50 (Landkarte  Bayern) und vieles mehr, gehört ebenfalls zur Ausstattung. Selbstverständlich sind auch Nachschlagewerke in Papierform vorhanden.

Ganz neu  ist eine SAT-Anlage, mit der Möglichkeit in verschiedenen Netzen unabhängig zu telefonieren und zu faxen. Ein schneller Internet-Zugang ist ebenfalls über diese Anlage möglich.

Zur weiteren Ausstattung gehört noch ein Stromerzeuger, eine Fotoausrüstung, Funktionswesten für den Örtlichen Einsatzleiter, den Einsatzleiter, Abschnittsführer, Gefahrgutberater und Pressesprecher.

Das Fahrzeug ist bei der FF Helmbrechts stationiert.

Bericht und Bilder Fachberich Öffentlichkeitsarbeit

Mobile Kreiseinsatzzentrale im Landkreis Hof
Clevere Oberfranken entwickeln neuartiges Konzept

Bis zur Einführung der Integrierten Leitstellen (ILS) in Bayern führte nahezu bayernweit die Polizei die Erstalarmierung der Feuerwehren durch. Die Notrufnummer 112 lief bis dahin in den Einsatzzentralen der Polizei auf. Polizisten nahmen den Notruf entgegen und führten die erste Alarmierung durch. Nur die Koordinierung der Feuerwehren über Funk sowie eventuell erforderliche Nachalarmierungen übernahmen die sogenannten "Nachalarmierenden Stellen" (NAST) welche von ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden besetzt wurden. In Stadt und Landkreis Hof gab es insgesamt drei solcher NAST in Münchberg, Naila und Hof. Seit Inbetriebnahme der ILS Hochfranken in Hof sind diese NAST weggefallen. Die ILS Hochfranken übernimmt die Abfrage der Notrufnummer 112 sowie die Alarmierung und Koordinierung der Feuerwehren über Funk. Ihre Leistungsfähigkeit hat die ILS Hochfranken bereits mehrfach und kontinuierlich bewiesen. Über verschiedene Rückfallebenen wie dem Hintergrunddienst oder der Unterstützungsgruppe ILS, ist es Ihr auch möglich bei Großschadenslagen die Qualität Ihrer Arbeit auf gleichbleibendem Niveau zu halten. Schwierig kann sich dies allerdings bei Unwetterlagen gestalten, bei denen häufig hunderte von Notrufen innerhalb kürzester Zeit anzunehmen und zu koordinieren sind. Bei diesen Notrufen handelt es sich erfahrungsgemäß überwiegend um sogenannte zeitunkritische Einsätze. Unter zeitunkritischen Einsätzen verstehen die Rettungs-Profis Einsätze welche nicht zwingend umgehend abgearbeitet werden müssen. Ein Baum der eine wenig befahrene Straße blockiert ist ein Beispiel dafür. Bei einem Unwetter häufen sich diese zeitunkritischen Einsätze und es kommt zu einer sogenannten Mangelwirtschaft der ILS. Das heißt es sind aktuell so viele zeitunkritische Einsätze vorhanden, dass diese nicht alle sofort abgearbeitet werden können. Die Kapazitäten der Hilfsorganisationen reichen hierfür nicht aus. Die Einsätze werden nach Priorität geordnet und nacheinander den alarmierten Einsatzkräften mitgeteilt. Für zeitkritische Einsätze wie Unfälle oder Brände werden entsprechende Einsatzmittelreserven gebildet, um jederzeit schnell eingreifen zu können.

Um die Disponenten der ILS bei der Vielzahl von Einsätzen bei Unwetterlagen zu entlasten, werden sogenannte Kreiseinsatzzentralen (KEZ) gebildet. Diese KEZ werden häufig in den Räumen ehemaliger NAST eingerichtet und die dort vorhandenen Ressourcen teilweise mit genutzt. Die Mitarbeiter der KEZ sind ausschließlich ehrenamtliche Mitarbeiter der Feuerwehren. Sie unterstützen bei Unwetterlagen die ILS durch die Übernahme der Koordination der zeitunkritischen Einsätze. Dazu übermittelt die ILS diese Einsätze an die KEZ und diese koordiniert die Bewältigung der Einsätze durch die Hilfsorganisationen. Zeitkritische Einsätze werden weiterhin von der ILS koordiniert.
Im Landkreis Hof hat man nun ein ganz eigenes Konzept zur Erstellung einer KEZ entwickelt. Die ersten Gedanken waren eine KEZ in einer der beiden NAST in Naila oder Münchberg einzurichten. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten den Bedürfnissen einer KEZ nicht entsprechen. An beiden Standorten hätten teilweise umfangreiche Umbaumaßnahmen realisiert werden müssen, was sich aufgrund der räumlichen Gegebenheiten als äußerst schwierig herausgestellt hätte und mit erheblichen Kosten verbunden gewesen wäre. Dies nahm man zum Anlass sich Gedanken über ein alternatives KEZ-Konzept zu machen. Die beiden Kreisbrandmeister Johannes Hagen und Rolf Hornfischer zeichneten dafür federführend und entwickelnden nach reiflichen Überlegungen mit ihrem Team ein ganz eigenes Konzept einer KEZ welches so aktuell in Bayern wohl einmalig ist und seines Gleichen sucht. Hornfischer und Hagen arbeiten schon lange Jahre in der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) zusammen. Hornfischer ist als Kreisbrandmeister für Katastrophenschutz auch gleichzeitig deren Leiter. Hagen fungiert als Kreisbrandmeister für Funk und EDV und organisiert auch innerhalb der UG-ÖEL die gesamte Informations- und Kommunikationstechnik (IuK). Nach reiflichen Überlegungen entschlossen sich die beiden dazu ein mobiles KEZ-Konzept zu entwickeln. Sie zielten primär darauf ab die KEZ immer in Nähe des Schadensgebietes zu positionieren. Die ohnehin nicht vorhandene geeignete Räumlichkeit für eine stationäre KEZ-Lösung wird ganz einfach durch ein zentral gelegenes Feuerwehrhaus oder Rathaus ersetzt welches sich in der Nähe des Schadenszentrums befindet. Dies hat den Vorteil, dass ein Teil der Kommunikation auch über 2m-Funk bewältigt werden kann. Denkbar wäre auch, dass die Hilfsorganisationen die KEZ direkt anfahren und dort mündlich die nächsten Einsätze übermittelt bekommen. Beide Möglichkeiten tragen dazu bei, den Funkverkehr zu minimieren und die Funkkapazitäten für zeitkritische Einsätze freizuhalten. Die hierfür erforderliche Technik ist auf einem der beiden Einsatzleitfahrzeuge der UGÖEL verlastet und wird direkt zum jeweiligen Standort der KEZ transportiert. Durch das vorhandene Konzept der UG-ÖEL mit zwei Fahrzeugen bleibt diese trotzdem immer einsatzbereit denn, wie bereits oben beschrieben, nur ein Fahrzeug der UG-ÖEL wird in die KEZ eingebunden. Durch die mitgeführte Technik lässt sich an jedem beliebigen Ort im Landkreis eine KEZ mit zwei Disponentenplätzen einrichten. Dabei stehen dem Personal der KEZ zwei Disponenten-Funkplätze, Faxgeräte, Kopierer, Telefone und umfangreiche EDV-Ausstattung zur Verfügung. Für den Fall eines Ausfalls des Telefonnetzes, verfügt die KEZ über redundante Kommunikationssysteme. Neben dem BOS-Funksystem kann die KEZ wahlweise die vorhandene Telefonverbindung der jeweiligen Räumlichkeit nutzen oder Telefon und Datenverbindungen via GSM oder Satellit erstellen.

Dieses System stellten die beiden KBM dem Kreisbrandrat und den Verantwortlichen des Landratsamtes Hof sowie der ILS Hochfranken vor. Alle Beteiligten zeigten sich beeindruckt von dem durchdachten System einer mobilen KEZ-Lösung. Die Kosten der erforderlichen zusätzlichen technischen Ausrüstung lagen dabei wesentlich niedriger als die kalkulierten Kosten bei einer stationären Lösung. Daher benötigte es auch keine große Überzeugungsarbeit bei den Verantwortlichen der Kreisverwaltungsbehörde die erforderlichen Investitionen in die IuK-Technik zu genehmigen. Nach der Freigabe der Geldmittel erfolgte die Bestellung des Equipments. KBM Hagen montierte das neue Equipment mit seinem Team und stellte die Verbindung zur vorhandenen Technik her.
Anschließend wurde dieses neue System schrittweise auf seine Praxistauglichkeit getestet.
In einem ersten Schritt wurde die KEZ in den Räumlichkeiten der ILS in Hof aufgebaut. Hier wurde primär die Datenverbindung zwischen KEZ und ILS getestet. Dabei stellte sich die primär gewählte Faxverbindung als nicht ausreichend leistungsfähig heraus. Die Übertragung eines Fax dauerte sehr lange und es verschwanden aufgrund der großen Datenmenge ein Teil der Unterlagen im "Daten-Nirvana". KBM Hagen, welcher mittlerweile zum Leiter der KEZ benannt wurde, und der EDV-Administrator der ILS Hochfranken, Markus Muck arbeiteten intensiv an einer alternativen Lösung und fanden diese schließlich auch.
In einem nächsten Schritt wurde die KEZ im Rahmen einer Übung zur Feuerwehr- Aktionswoche 2010 in abgesetzter Form getestet. Die KEZ wurde alarmiert und richtete Ihren Standort in den Räumen des Feuerwehrgerätehauses in Bad Steben ein. Angenommen wurde eine Sturmfront welche von West nach Ost über den Altlandkreis Naila zog und dabei eine Spur der Verwüstung hinterließ. Innerhalb kürzester Zeit gingen 120 Notrufe bei der ILS Hochfranken ein. Bei den meisten dieser Einsätze handelte sich um die besagten zeitunkritischen Einsätze wie "Keller unter Wasser" oder "Baum über Fahrbahn". Die Notrufe wurden abgesetzt von Mitgliedern der Feuerwehr Hof welche zuvor eine Aufstellung mit den anzunehmenden "Notfällen" erhielten. Die ILS Hochfranken testete in diesem Zug auch Ihre eigene Leistungsfähigkeit. Durch das Team der UG ILS und des Hintergrunddienstes gelang es die Notrufe zeitnah entgegenzunehmen und zu koordinieren. Die zeitunkritischen Einsätze wurden dabei zur Disposition an die KEZ weitergeleitet. Um realistische Verhältnisse zu erzielen wurden die zuständigen Feuerwehren alarmiert und fuhren die Einsatzstellen wirklich an. Die Feuerwehren wurden natürlich bereits im Vorfeld über diese Übung informiert. Der Ablauf der Übung klappte nahezu reibungslos. Das Team der KEZ arbeitete gut organisiert und selbst eine nicht geplante Einspielung eines zeitrelevanten Einsatzes (Brand des Rathauses in Lichtenberg) meisterten ILS und KEZ gemeinsam wie ein eingespieltes Team. Die Verantwortlichen des Landratsamtes und der umliegenden Gemeinden sowie Kreisbrandrat Helmut Wilfert zeigten sich begeistert von der guten Organisation und dem reibungslosen Ablauf. Kleinere Probleme gab es noch mit der Funkverbindung welche jedoch relativ einfach zu beseitigen sein werden. Neben dem Team welches die KEZ besetzt, sind auch permanent zwei Techniker vor Ort um bei plötzlich auftretenden Technikproblemen einschreiten zu können. Das Resumeé der Übung war durchwegs positiv! Sowohl ILS als auch KEZ haben die Belastungsprobe bestanden und die KEZ ist somit einsatzklar. Ein einziger Wehrmutstropfen bleibt allerdings. Die Einsatzkoordination erfolgt aktuell noch etwas rudimentär über Fax, eine Pinnwand und Klebezettel. Die aktuell auf dem Markt befindlichen Software-Lösungen für eine zeitgemäße Einsatzübermittlung und -koordination scheitern aktuell noch an der mangelnden Zusammenarbeit des Bayerischen Staatsministeriums des Inneren mit den Software-Herstellern. Das Ministerium verweigert aktuell noch den Software-Herstellern den Zugang zur sicherheitsgeschützten Leitstellensoftware. Hier wäre wirklich eine zeitnahe Lösung des Problems wünschenswert. Durch eine entsprechende Softeware-Lösung könnte das System der Einsatzkoordinierung und - übermittlung auf den gleichen hohen Stand der restlichen IuK-Technik gehoben und eine insgesamt runde Lösung geschaffen werden.
Die KEZ im Landkreis Hof ist ab sofort einsatzklar und wartet auf den hoffentlich nicht so bald eintreffenden ersten Ernstfall.
Bericht: Rolf Hornfischer;  Bilder: Oliver Heinold

Unwetter über Münchberg - UGÖEL besetzt die Kreiseinsatzzentrale

Am späten Nachmittag des 5. Juni 2011 tobte über dem Stadtgebiet Münchberg ein heftiges Unwetter mit Gewitter und Starkregen. Überflutete, teilweise unpassierbare Straßen und voll gelaufene Keller in Münchberg und Umgebung waren die Folge.

Fast gleichzeitig wurden ein Brand einer Maschinenhalle in Edlendorf und ein Dachstuhlbrand in Straas gemeldet. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Münchberg und der umliegenden Ortschaften waren pausenlos im Einsatz um die Schäden zu beseitigen.

Die Integrierte Leitstelle Hochfranken alarmierte daraufhin die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UGÖEL) zur Koordination der Einsatzkräfte.
Die UGÖEL errichtete im Feuerwehrgerätehaus der Feuerwehr Münchberg unter der Leitung von Kreisbrandinspektor Johannes Hagen die "Kreiseinsatzzentrale Hof-Land" und koordinierte in Zusammenarbeit mit der ILS Hochfranken, Kreisbrandrat Helmut Wilfert, Kreisbrandinspektor Reiner Hoffmann sowie dem 1. Kommandanten der FF Münchberg Martin Schödel die Einsatzkräfte. Insgesamt waren nahezu 80 Einsätze abzuarbeiten.
Gegen Mitternacht war dann auch der letzte Keller ausgepumpt.

Die UGÖEL war mit zwei Einsatzleitwagen und 13 Feuerwehrdienstleistenden fast sechs Stunden im Einsatz.

Die im vergangenen Jahr durch das Landratsamt Hof aufgestellte Kreiseinsatzzentrale, die bei großflächigen Schadenslagen zum Einsatz kommt, bestand ihren ersten ernstfallmäßigen Einsatz problemlos.





Einsätze UGÖEL


Einsätze der UGÖEL 2019

Datum
Einsatz
Dauer
Fahrzeuge
13.01.2019
Brand  B4 Köditz  (Alarmfahrt abgebrochen)
15:48 -  16:12
ELW 1 / ELW 2




Einsätze der UGÖEL 2018

Datum
Einsatz
Dauer
Fahrzeuge
06.01.2018
Brand Papierschretteranlage Industriebetrieb Rehau
23:43 - 04:32
ELW 1 / ELW 2
11.01.2018
Brand Biogasanlage Berg / Fehlalarm
07:24 - 07:33
ELW 1 / ELW 2
18.01.2018
Aufbau   und Betrieb der KEZ / Unwetter Helmbrechts
10:00 - 19:20
ELW 1 / ELW 2
01.03.2018
Brand landw. Anwesen Grossenau
21:53 - 00:07
ELW 1 / ELW 2
11.03.2018
Vermisstensuche Lerchenhügel
21:09 - 01:49
ELW 1 / ELW 2
20.03.2018
Brand B4 Industrie Rehau
12:36 - 14:12
ELW 1 / ELW 2
24.03.2018
Brand B4 Industrie Rehau
23:21 - 00:33
ELW 1 / ELW 2
18.04.2018
Brand   Spänesilo Eulenhammer
13:16 - 15:05
ELW 1 / ELW 2
20.04.2018
Explosion Oberkotzau. Alarmfahrt abgebrochen.
17:41 - 17:44
ELW 1 / ELW 2
25.04.2018
Gefahrstoffaustritt Rehau
11:45 - 13:33
ELW 1 / ELW 2
30.04.2018
Brand B4 Schwarzenbach/Saale. Alarmfahrt abgebrochen.
18:37 - 18:42
ELW 1 / ELW 2
19.05.2018
Einsatzübung Großer Kornberg
10:33 - 16:11
ELW 1 / ELW 2
29.07.2018
Brand Industriegebäude Rehau. Alarmfahrt abgebrochen.
00:57 - 01:10
ELW 1 / ELW 2
08.08.2018
Brand B4 Helmbrechts. UG-ÖEL nicht erforderlich.
20:00 - 20:05
ELW 1 / ELW 2
21.09.2018
Brand   B5 Sägewerk Rehau
21:32 -  03:40
ELW 1 / ELW 2
26.09.2018
Brand   Sägewerk Issigau. ( Alarmfahrt abgebrochen )
06:32 - 06:47
ELW 1 / ELW 2
04.10.2018
Gefahrstoffaustritt.   Gasaustritt aus LKW. BAB A72
13:05 - 15:40
ELW 1 / ELW 2
25.10.2018
Brand   B5 landw. Anwesen. Brunn bei Köditz
10:55 - 17:43
ELW 1 / ELW 2
27.10.2018
Brand   Biogasanlage Martinlamitz
19:12 - 00:58
ELW 1
02.11.2018
Brand   LKW mit Entzündlicher Flüssigkeit BAB A9. ( Alarmfahrt abgebrochen )
22:13 - 22:36
ELW 1 / ELW 2
06.11.2018
Brand   Industriegebäude Brunnental. ( Alarmfahrt abgebrochen )
18:15 - 18:23
ELW 1 / ELW 2
27.11.2018
Brand  Tankwagen BAB A9 ( Alarmfahrt abgebrochen )
15:36 -  15:52
ELW 1 / ELW 2
01.12.2018
Brand  B4 Konradsreuth
23:31 -  23:45
ELW 1 / ELW 2




Einsätze der UGÖEL 2017

Datum

Einsatz

Dauer

Fahrzeuge

18.01.2017 VU2 BAB A72 20:32 - 20:47 ELW 1 / ELW 2
31.01.2017 Brand Industriegebäude Unterhaid 21:10 - 21:27 ELW 1 / ELW 2
04.02.2017 PKW Brand in Tankstelle Münchberg 18:35 - 18:47 ELW 1 / ELW 2
19.02.2017 Brand Industriegebäude Brunnental 05:35 - 06:59 ELW 1 / ELW 2
20.02.2017 Brand Industriegebäude Münchberg 19:22 - 20:12 ELW 1 / ELW 2
07.03.2017 Brand Industriegebäude Brunnental 01:58 - 02:55 ELW 1 / ELW 2
28.03.2017 Chemieunfall Rehau 06:26 - 12:36 ELW 1 / ELW 2
30.03.2017 B3 P Geroldsgrün 22:37 - 02:26 ELW 1
19.04.2017 Brand Industriegebäude Gumpertsreuth 15:30 - 17:05 ELW 1 / ELW 2
27.04.2017 Brand Industriegebäude Rehau 14:02 - 14:12 ELW 1 / ELW 2
23.05.2017 Gasaustritt Rehau Art. 15 BayKSG 12:30 - 19:57 ELW 1 / ELW 2
27.05.2017 Gefahrstoffaustritt Berg 16:06 - 21:28 ELW 1 / ELW 2
28.05.2017 Brand Schule Feilitzsch 11:52 - 14:04 ELW 1 / ELW 2
20.06.2017 Brand B4 Schwarzenbach / Wald 12:27 - 12:43 ELW 1 / ELW 2
28.06.2017 Brand Industriegebäude Helmbrechts 01:52 - 03:04 ELW 1 / ELW 2
03.07.2017 Brand Reisebus / MANV / BAB 9 07:37 - 09:21 ELW 1 / ELW 2
15.07.2017 VU mit Zug Köditz 21:01 - 21:40 ELW 1 / ELW 2
12.08.2017 Brand Ausgedehntes Gebäude Trogen 13:30 - 14:10 ELW 1 / ELW 2
02.09.2017 Brand Ausgedehntes Gebäude Schwarzenbach / Saale 08:53 - 09:13 ELW 1 / ELW 2
27.09.2017 Brand Industriegebäude Rehau 21:04 - 21:21 ELW 1 / ELW 2
27.10.2017 VU Person klemmt Bad Steben 16:33 - 19:00 ELW 1
29.10.2017 AFüST Lipperts 09:54 - 11:50 ELW 1 / ELW 2
16.12.2017 B4 Dachstuhlbrand Baiergrün 20:41 - 02:03 ELW 1 / ELW 2
19.12.2017 Brand Industriegebäude Rehau 13:04 - 13:37 ELW 1 / ELW 2
Copyright © 2008-2019 Kreisfeuerwehrverband Hof e.V. --- letztes Update: 06.05.2019
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